Deutsch

 1. Klasse:

Druckbuchstaben erlernen anhand einer Buchstabengeschichte

Schreiben der Druckbuchstaben

Rollenspiele, Sprüche, Gedichte

2. Klasse:

Kleine Druckbuchstaben

Nomen

kleine Sätze lesen

Verdoppelungen, Dehnungen und Schärfungen

3. Klasse:

Schnürlischrift erlernen

Schreiben eigener kleiner Texte

Lesen intensiver üben

Sprachlehre: Wortarten, Satzarten

4. Klasse:

Sprachlehre: Wortarten, Zeiten, Präpositionen

5. Klasse:

Briefeschreiben

Grammatik: Zeiten, Fälle, Aktiv/Passiv

6. Klasse:

Konjunktiv, Sprachstil und indirekte Rede

kleine Aufsätze und Tagebuch schreiben

7. Klasse:

Konjunktion

Satzlehre

8. Klasse:

Sprachstil, Aufsatzlehre

Lektüre aus Epochen

9. Klasse:

In der 9. Klasse wollen die SchülerInnen erproben, wer sie sind. Sie suchen Klarheit und Struktur. Die pädagogische Aufgabe besteht hier darin, dass sie sie sich verstanden und geachtet fühlen. Die Welt erleben sie nicht mehr als heil, die beginnende Fähigkeit des Objektivierens wird eingeleitet.

Mögliche Unterrichtsinhalte: Intensive Pflege der Grammatik (Wortarten und Satzlehre) Es gibt keinen fixen Literaturkanon in der 9. Klasse, oft werden Bücher gewählt, die die Jugendlichen ansprechen, damit sie einfach in den Stoff einsteigen können (Möglichkeiten sind Krimis von Glauser und Dürrenmatt).
Mögliche Epochen:
Goethe-Schiller-Epoche
Humor-Epoche
Theatergeschichts-Epoche anhand von Lesebeispielen
Aufsatz- und Spracherziehung anhand von Texten und Referaten

 

10. Klasse:

In der 10. Klasse suchen die SchülerInnen vermehrt nach „richtigem“ und „falschem“ Standpunkt und es tritt der Wunsch auf, Erkenntnis zu erhalten. Vorstellungen und Sprechen werden exakter, zutreffender, präziser. Sie beginnen, sich mit sich selbst aktiv zu identifizieren.

Mögliche Unterrichtsinhalte:

Nibelungen-Epoche: in der Beschäftigung mit der nordischen Mythologie kann bildhaft die Ablösung alter Bindungen durch das Entstehen von Eigenverantwortlichkeit dargestellt werden. Durch das Mittelhochdeutsch lernen die Schüler den Übergang von der mündlichen Sagenform zur schriftlichen Dichtung kennen. Auch die ideologisierenden Missbrauchsmöglichkeiten mythischer Stoffe sind wichtig zu erwähnen.

Metrik und Poetik Epoche: Formen der Dichtung, lyrische und poetische Arbeiten.
Schriftliche Arbeitsformen: Erörterung und dialektische Aufsatzthemen, Analyse und Interpretation.

Lektüremöglichkeiten:
oftmals selbstständige Lektüre einer Novelle aus dem 19. Jh. mit Abschluss im Dossier und/oder Referat.
H. Böll, Der Zug war pünktlich; Ö. Horvath: Jugend ohne Gott, Pedro Lenz: Dr Goalie bin Ig, Max Frisch: Andorra

 

11. Klasse:

Die Schüler entwickeln eine subtile und seelische Differenzierungsfähigkeit und das gesellschaftliche Bewusstsein wächst. Die Wahrnehmung der eigenen Biographie wird wichtig. Die Schüler fragen nach dem Sinn. Für den Deutschunterricht ist eine intensivere Auseinandersetzung mit der Innenwelt und mit der Beziehungswelt wichtig.

Mögliche Unterrichtsinhalte:
Parzivalepoche: die Suche nach dem Gral, die Frage nach der Biographie, Stufen von Versagen, Schuld, Sühne und Gnade. Die mittelhochdeutsche Sprache knüpft an die 10. Klasse an. Anschliessend an die Parzival-Epoche individuelle Lektüre eines selbst gewählten Entwicklungsromans aus der deutschen Literatur. Bearbeitung in Dossier und/oder Referat.

Mögliche Inhalte:
Lyrik, Analyse poetischer und nichtpoetischer Texte, Literaturgeschichte, Geschichte des Dramas.
„Stil-Epoche“ anhand verschiedenster Autoren
Viele eigene Texte: Erörterungen und Aufsätze
Grammatik: z.B. Haupt- und Nebensätze und Indirekte Rede.

Lektüre Vorschläge: Fontane, Effi Briest; Milena Michiko Flasar, Ich nannte ihn Krawatte; A. Andersch, Sansibar oder der letzte Grund; F. Kafka, Die Verwandlung. Lessing, Kleist als weitere Möglichkeit (suchende Menschen)

 

12.Klasse:

Der Schüler fragt nun nach einer menschenwürdigen Gesellschaft, die er selbst mitgestalten möchte. Der Unterricht greift existentielle Impulse aufund formuliert sie. Wer erzeugt moralische Normen? Gibt es Grenzen des Machbaren? Mit welchen ethischen Fragen setzen wir uns auseinander?

Mögliche Unterrichtsinhalte:

Erste Epoche: Goethes Menschheitsdrama Faust. Er charakterisiert den modernen Menschen in seinem Ringen um Erkenntnis. Faust ist ein Gipfel der Weltliteratur. Freiheit, Verantwortung, Liebem Egoismus und Schuld, alles wichtige Themen für diese Epoche. Es geht um die Auseinandersetzung des Menschen mit den Grenzen seines Bewusstseins.

Zweite Epoche: Überblick über die deutsche Dichtung (falls nicht schon in der 11. Klasse)
Epochentypische und Gattungstypische Merkmale erkennen in der Dichtung. Textgebundene Erörterungen; Interpretationen zu Motiv, Symbol etc.
Grammatik: Gesamtrepetition

Lektüre Vorschläge: Goethes Faust; P. Stamm, Agnes; S. Zweig, Die Schachnovelle; als Repetition und selbstständigen Vorbereitung auf die F-Prüfung: z.B. G. Keller, Romeo und Julia auf dem Dorfe; Kant, Kritik der reinen Vernunft (im Zusammenhang mit Geschichte) sein Plädoyer für den Weltfrieden und wie er gelingen könnte.

 

Theater:

Das 12. Klasstheater bildet den Höhepunkt des Deutschunterrichts und wird meist am Ende  des Jahres viele Male aufgeführt. Die SchülerInnen müssen nicht nur ein theoretisches Verständnis für den Text haben, sondern sie müssen ihn durch Mimik, Gestik und Sprache interpretieren. Die Sprachübungen und das Rezitieren in den letzten Jahren zeigt nun seine Wirkung. Die letzten 5 Wochen der Schulzeit werden ganz dem Theater gewidmet. Dramaturgie, Musik, Plakat, Kostüm und Bühnenbildgestaltung werden von den Schülern mitgetragen und im dramatischen Spiel erleben die Schüler noch einmal die Macht der Sprache. Die praktische Auseinandersetzung mit Fragen der Rhetorik schult das Gespür für die Möglichkeit der Beeinflussung. Sie hilft den Schülern, sich vor Manipulationen besser schützen zu können. Die SchülerInnen engagieren sich in verschiedenen Gruppen und sind Teil eines Gesamtkunstwerks. Alle Beteiligten werden mit ihren Stärken und Schwächen gefördert. Die SchülerInnen gestalten auch ein „soziales Kunstwerk“.

F-Prüfungen: die Schüler, die IMS-F (oder auch IMS M) gewählt haben, schliessen den Deutschunterricht mit einer Prüfung ab. Im Schriftlichen beinhaltet dies einen dreistündigen Aufsatz, im Mündlichen sprechen sie zu je drei Gedichten desselben Dichters, einem Roman und einem Drama. Begleitet werden die Prüfungen durch Experten.